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“Hier wird nicht nur meine Hüfte behandelt – hier werde ich als ganzer Mensch wahrgenommen.”

Bad Sassendorf, 30. März 2026

In einem Interview berichtet die Gastronomin Ulrike Sprenger über ihre Zeit bei Medical Park Bad Sassendorf, persönliche Verluste und den Wunsch nach Lebensqualität. Das Interview wurde während ihres Aufenthaltes im Februar geführt. Das Bildmaterial wurde nachträglich Anfang März erstellt.

Frau Sprenger, Sie sind nicht nur Patientin in unserer Reha-Klinik, sondern auch direkte Nachbarin. Wie erleben Sie es, Behandlung und Genesung quasi „vor der eigenen Haustür“ zu erfahren?

Die Nähe war für mich tatsächlich entscheidend. Mein Betrieb, das Park-Café Sprenger, liegt direkt gegenüber, meine Mutter wohnt im rosa Apartmenthaus um die Ecke. Ich kann – im Moment noch humpelnd – einfach über die Straße gehen und bin da.
In meiner Lebenssituation bedeutet Nähe Sicherheit. Ich bin selbstständig, die Verantwortung für den Betrieb bleibt. Und meine Mutter ist pflegebedürftig. Zu wissen, dass ich beides im Blick behalten kann, hat mir überhaupt erst die Ruhe gegeben, die Operation endlich anzugehen.

Sie haben die OP lange vor sich hergeschoben?

Ja. Zwei Jahre.
Erst stand die Pflege meiner Mutter im Vordergrund. Und dann ist mein Mann letztes Jahr im März plötzlich verstorben. In so einem Moment denkt man nicht an sich. Man funktioniert nur noch.
Letztes Jahr hätte ich diese Operation emotional nicht geschafft. Jetzt war der Zeitpunkt, auch einmal an meine eigene Gesundheit zu denken.

Als Gastronomin sind Sie es gewohnt, für andere da zu sein. Wie fühlt es sich an, nun selbst im Mittelpunkt der Fürsorge zu stehen?

Ungewohnt – aber unglaublich wohltuend.
Ich habe mich ganz bewusst für eine stationäre Reha entschieden. Ambulant wäre möglich gewesen. Freunde hätten mich betreut. Aber ich wollte nicht organisieren, koordinieren, bitten. Ich wollte einmal nicht stark sein müssen.
Hier bin ich gut versorgt. Als ich während der Reha drei Tage krank im Bett lag, wurde ich umsorgt – Essen kam aufs Zimmer, Pflege und Arzt waren da. Da habe ich gedacht: Besser kann man nicht krank sein.

Was hat Sie an der Reha besonders überrascht?

Dass hier der ganze Mensch gesehen wird.
Ich dachte, es geht vor allem um Therapien. Und dann saß ich plötzlich in einer psychologischen Gruppe. Die Frage lautete: „Was macht es mit Ihnen, plötzlich nicht mehr laufen zu können?“ Da ging es um Existenzängste, Zukunftssorgen, Einsamkeit. Menschen haben sich geöffnet. Ich habe gemerkt: Es geht nicht nur um eine neue Hüfte – es geht um Lebensperspektiven.
Hier wird körperliche, seelische und alltagspraktische Unterstützung miteinander verbunden. Ernährung, Bewegungsabläufe, Gespräche, Motivation – alles greift ineinander. Das hat mich tief beeindruckt.

Wie erleben Sie die Atmosphäre in der Klinik?

Sehr wertschätzend. Sehr menschlich.
Hier grüßt jeder jeden. Man sitzt zusammen am Tisch, macht Platz im Treppenhaus, fragt nach, wenn jemand beim Frühstück fehlt. Diese Gemeinschaft entsteht, weil alle dasselbe Ziel haben: wieder gesund werden. Es ist meine erste Reha – und ich fühle mich vom ersten Tag an gut aufgehoben.

Ihr Café ist ein wichtiger Treffpunkt im Ort. Wie reagieren Ihre Gäste auf Ihre Reha-Zeit?

Mit viel Wärme.
Ich hatte hier in der Klinik Geburtstag – mein Zimmer war voller Blumen. Gäste schicken Grüße und freuen sich, dass ich mir diese Auszeit gönne. Unser Café und das Hotel sind für Viele mehr als ein Urlaubsort. Besonders an Heiligabend wird das deutlich. Dann feiern 50 bis 60 Gäste mit uns – damit niemand allein ist. Mein Mann schlüpfte immer in die Rolle des Weihnachtsmanns. Letztes Jahr war das erste Fest ohne ihn.
Vielleicht weiß ich gerade deshalb noch stärker, wie wichtig Gemeinschaft ist.


BU: Keine zwei Wochen nach Ihrer Entlassung aus der Reha-Klinik ist Ulrike Sprenger schon wieder ganz für Ihre Gäste da. 

Inwiefern hilft Ihnen die vertraute Umgebung bei Ihrer Genesung?

Sehr. Meine Mutter ist ganz in der Nähe. Sie hatte vor 2,5 Jahren einen Schlaganfall und ist auf Pflege angewiesen. Wenn sie lächelt, ist mein Tag gerettet. Diese Nähe gibt mir Motivation.

Gab es einen besonders berührenden Moment während Ihrer Rehabilitation?

Viele kleine. Eine Mitpatientin nahm mich neulich in den Arm und sagte: „Dich hat der liebe Gott geschickt.“ Wir unterstützen uns gegenseitig, fangen uns auf, wenn jemand einen Rückschritt erlebt. Dieses Miteinander hätte ich so nicht erwartet.

Hat sich Ihr Blick auf die stationäre Reha insgesamt verändert?

Definitiv.
Mir ist bewusst geworden, wie wichtig dieser geschützte Rahmen ist. Gerade für Menschen, die noch im Berufsleben stehen oder allein leben. Vier Tage Krankenhaus – und dann direkt in die Reha. Ohne diese strukturierte Begleitung wäre vieles schwieriger. Hier lernt man, sich sicher zu bewegen, seinen Körper zu verstehen und wieder Vertrauen zu fassen.
Das ist unbezahlbar.

Wenn Sie die Reha hier in drei Worten beschreiben müssten?

Wertschätzend. Ganzheitlich. Menschlich.

BU: Zurück im Betrieb, zurück im Alltag: Ulrike Sprenger ist nach gut zwei Wochen schon wieder sehr aktiv und benötigt die Gehhilfen immer seltener. 

Würden Sie sich wieder für diese Klinik entscheiden?

Ohne Zögern.
Nicht, weil ich Nachbarin bin. Sondern weil ich mich hier ernst genommen fühle. Weil ich erlebt habe, wie professionell und gleichzeitig herzlich hier gearbeitet wird. Hier wird nicht nur meine Hüfte behandelt – hier werde ich als ganzer Mensch wahrgenommen.

Worauf freuen Sie sich nach der Reha am meisten?

Darauf, wieder schmerzfrei zu laufen. Selbstständig Auto zu fahren. Mit neuer Energie im Betrieb zu stehen. Und vielleicht irgendwann meine Mutter wieder im Rollstuhl ins Café oder in den angrenzenden Kurpark zu schieben.
Ich wünsche mir Lebensqualität – für meinen Körper und für mein Herz.

 

Über die Medical Park Klinikgruppe

Mit 13 Fachkliniken und vier ambulanten Reha- und Therapiezentren in Bayern, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen ist die renommierte Klinikgruppe Premium-Anbieter für medizinische Rehabilitation und Prävention in Deutschland. Die Medical Park Kliniken sind mit dem Konzept „Gesundwerden in traumhafter Lage“ auf die Indikationen Neurologie, Orthopädie / Traumatologie / Sportmedizin, Innere Medizin/Kardiologie, Geriatrie, Onkologie und Psychosomatik spezialisiert. Alle Klinken sind hochwertig ausgestattet und befinden sich in traumhaften Lagen. Um das Wohlergehen und die Genesung der ca. 70.000 Patientinnen und Patienten jährlich kümmern sich rund 3.650 Mitarbeitende des traditionsreichen Familienunternehmens.
Weitere Informationen unter www.medicalpark.de.

Für weitere Presseinformationen:

Friederike Barabash
Managerin Marketing & Kommunikation

Medical Park Bad Sassendorf
Berliner Straße 9
59505 Bad Sassendorf
Mobil: +49 151 61956939
Fax: +49 2921 503-760
E-Mail: f.barabash@medicalpark.de
www.medicalpark.de

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